Kellersee bei Malente


Trainingslager und Regatta am Kellersee bei Malente 2015, 14. bis 17.05.2015



Das Trainingslager begann am Donnerstag. Nach langer Fahrt kamen wir spät im SVMG an, Fam. Prescher hatte uns einen Platz freigehalten und so konnten wir uns noch in der Zelt-/Wohnwagen- und Wohnmobil Stadt einrichten und konnten unseren Freunden aus den anderen Vereinen noch Hallo sagen. Am nächsten Morgen als die Boote abgeladen und aufgebaut waren, sollten wir uns selber in Trainingsgruppen einteilen, d.h. Spimanöver lernen und üben, Starten üben, etc. Bei der darauf folgenden Begrüßung wurden die zugehörigen Trainer vorgestellt und der grobe Ablauf der vier Tage erklärt.



Wir waren in der Gruppe, die sich als ehrfahren eingeschätzt hat und die viele Dreiecke zum Üben für die Regatta segeln möchte. Nach der Begrüßung haben wir uns dann mit unseren Trainer Matze getroffen und besprochen, was wir machen. Er hat ein Teamrace vorgeschlagen, bei dem wir in zwei Teams eingeteilt werden. Nach einem 3-Minuten-Start hat die Mannschaft gewonnen, die als erste den Kurs abgesegelt ist und komplett über die Ziellinie gefahren ist. Dabei sind jegliche regelkonformen Behinderungen gegen gegnerische Boote erlaubt und erwünscht. Auf dem Wasser wurde dann schnell klar, dass die ersten eines Teams sich auf dem Vorwindkurs zurückfallen lassen mussten, um den Seglern aus dem eigenen Team, die weiter hinten waren, zu helfen, indem man die gegnerischen Boote hochluvt o.ä., damit die eigene Mannschaft vorne liegt. Dies haben wir dann 1 1/2 Tage lang in unterschiedlichen Versionen getan.



Dann am Freitagnachmittag gab es den ersten Start. Jens, der Vorsitzende der KV, erklärte nochmal alle Flaggen und den Kurs und dann waren auch schon alle 39 Boote bei frischem Wind an der Startlinie. Am Samstag waren dann vier Starts geplant. In den ersten beiden Wettfahrten am Vormittag hatten wir 4-5 Windstärken und relativ viele Vorschoter standen schon im Trapez. Nach dem Mittagessen steigerte sich der Wind noch auf 5 Windstärken. Am Sonntag war dann noch eine letzte Wettfahrt geplant, allerdings waren 6 Windstärken angesagt und bei vielen Trainern und Eltern kamen Bedenken auf. Daraufhin schickte Jens zwei Trainer aufs Wasser, um den Wind zu messen.



In der Steuermannsbesprechung kam dann die Information, dass es zwischen 13-19 Knoten (5 Windstärken) sein sollte. Jens entschied sich aber trotzdem raus zu fahren, da er glaubte dass wir das schaffen. Beim Rausfahren kamen allerdings schon erste Zweifel auf, ob das wirklich nur 13-19 Knoten sein sollten. Die ersten Boote sind schon beim Rausfahren oder an der Startlinie gekentert. Unser Kurs sollte eigentlich aus einem Dreieck, Schenkel, Dreieck bestehen, allerdings gab es nach dem Schenkel eine Bahnverkürzung. Erst da haben wir gemerkt, wie wenige Boote nur noch mitfahren. An Land haben wir dann erfahren, dass nur noch 20 von 39 Botten gefahren sind, die anderen Boote mussten auf Grund des vielen Windes den Lauf abbrechen.



Nach diesem aufregenden und anstrengenden Lauf wurden die Boote abgebaut und verladen. Danach fand die Siegerehrung statt. Den Trainern und sonstigen Helfern des Events wurden zum Dank Geschenke überreicht und Jens lobte uns nochmal für unser Durchhaltevermögen, denn es waren nicht nur 13-19 Knoten, sondern in Spitzen sogar 29 Knoten/ 7 Windstärken! Alle waren ziemlich geschockt, aber auch stolz auf sich. Am Ende belegten Erik und Lars Prescher den 2. Platz und mein Bruder Thilo und ich den 5. Platz.



Insgesamt war es ein sehr gut organisiertes und tolles Wochenende und das Trainingslager und die Regatta haben viel Spaß gemacht. Wir Jugendlichen haben abends auf dem Vereinsgelände und dem Nachbargelände viel Spaß gehabt. Die Erwachsenen haben in der Campingstadt Gegrillt und gehockt.

Frederik Willms